Übergriffe auf Asylbewerberheim in Breitenworbis ernst nehmen und schnellstmöglich aufklären

Antifa

Als „nicht schlüssig“ beurteilen die Jusos Eichsfeld die Einschätzungen der Polizei zu den Angriffen auf das Asylbewerberheim in Breitenworbis. Der SPD-Jugendorganisation zur Folge, werde die seitens der Polizei getroffene Einschätzung, dem offensichtlichen Ausmaß der Angriffe nicht gerecht.

„Angesichts von nächtlichen gewalttätigen Übergriffen mit Feuerwerkskörpern und Steinen ist es völlig unerheblich, wann die Polizei ansonsten zum Asylbewerberheim gerufen wird. Nachbarschaftsstreitigkeiten und strafbare Gewaltakte - das sind zwei verschiedene paar Schuhe.“ erklärt der Sprecher der Jusos Eichsfeld Ricardo Lerch.

„Wenn es wiederholt Angriffe auf eine Asylbewerberunterkunft gibt, dann liegt der Verdacht auf der Hand, dass es sich dabei um rechtsgerichtete politische Straftaten handelt. Wenn Asylbewerber mit dem Auto von der Straße gedrängt und mit dem Tode bedroht werden, handelt es sich schließlich nicht um Kavaliersdelikte.“ verweist Lerch auf die Berichte des Flüchtlingsforums Voice Refugee. „Solche rechtsextrem motivierten Straftaten müssen ernst genommen und nicht bagatellisiert werden. Früher oder später richtet sich rechte Gewalt gegen jeden, der im Entferntesten anders denkt. Das hat der Überfall im thüringischen Ballstädt vor zwei Wochen mehr als deutlich gezeigt.“ warnt Lerch.

„Weiterhin zeigen die Vorwürfe, dass das Flüchtlingsheim Breitenworbis keine geeignete Unterkunft ist. In Sammelunterkünften sind Asylbewerber, wie auf dem Präsentierteller, rechtsextremen Attentaten ausgeliefert. Eine Unterbringung in Wohnungen wäre demnach nicht nur eine humanitäre Verbesserung, sondern würde auch zur Sicherheit der Flüchtlinge beitragen.“ unterstreicht Lerch die Forderung von Jusos und SPD nach einer dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge.

Abschließend müsse geklärt werden, warum die Öffentlichkeit erst zwei Monate später von den nächtlichen Angriffen auf das Asylbewerberheim erfuhr. Hier sei insbesondere der Landrat in der Pflicht. „Als zuständige Instanz hätten wir uns seitens des Kreises einen transparenteren Umgang mit dem Thema gewünscht. Angesichts einer gestiegenen Stimmenzahl für die NPD im Landkreis, zur letzten Bundestagswahl und des alljährlich stattfindenden Rechtsrockfestivals „Eichsfeldtag“ in Leinefelde, ist es der falsche Weg, solche Vorkommnisse unter den Teppich zu kehren“ so Lerch abschließend.

 
 

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