Eichsfelder Jusos bei Landeskonferenz

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Nach langer Zeit hat wieder ein Eichsfelder Kreisverband der Jusos an einer Landeskonferenz teilgenommen. Die zweitägige Konferenz aller Juso-Kreisverbände Thüringens tagte vom 2. bis 3. Oktober in Gera.

Als Gäste waren unter anderem der Landesvorsitzende der SPD Christoph Matschie, der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig sowie die Thüringer Sozialministerin Heike Taubert und der Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider anwesend.

Ein zentrales Thema der Konferenz war die Erneuerung des Bildungssystems. Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule ist man in Thüringen auf dem richtigen Weg. „Langfristig wird man jedoch an der Abschaffung der Gymnasien nicht vorbei kommen. Es ist auch unsere Aufgabe für dieses Projekt zu werben, es ist Aufgabe der SPD sich für die erforderlichen verfassungsrechtlichen Veränderungen einzusetzen“, so Diana Lehmann, Landesvorsitzende der Jusos Thüringen.

Auch die Ziele sozialdemokratischer Arbeitsmarktpolitik sollten an diesem Wochenende neu definiert werden. Dabei soll eine armutsfeste, sanktionsfreie Mindestsicherung, der Öffentliche Beschäftigungssektor sowie Gleichbehandlung von Leiharbeitern und Leiharbeiterinnen einen wichtigen Stellenwert einnehmen.

In einer Podiumsdiskussion unter der Überschrift "Ausgehartzt!?" mit Wirtschaftsminister Machnig, MdB Carsten Schneider und der Juso- Landesvorsitzenden ebenfalls die Zukunft der Arbeitsmarktpolitik diskutiert.

Der SPD-Landtagsfraktion gaben die Jusos mit auf den Weg, sich weiterhin hart bei der Finanzierung von Kita-Plätzen, der Gemeinschaftsschule, dem Landesarbeitsmarktprogramm und der Abschaffung der Residenzpflicht zu zeigen. "Für uns ist klar: Bildungsausgaben, Kita-Plätze und das Landesarbeitsmarktprogramm sind Zukunftsinvestitionen, die nicht dem Sparzwang der CDU zum Opfer fallen dürfen." erklärte Christian Sander mit Blick auf die Sparvorschläge der Jungen Union.

"Wer im Eichsfeld Plakate klebt, um mit einem Tempolimit von 30 km/h den Weg zur Schule für Kinder sicherer zu machen, aber bei Kitas den Rotstift ansetzt, macht sich unglaubwürdig. Kitas sind ein Stück pädagogischer Schulweg. Kinder bekommen dort eine hervorragende frühkindliche Bildung und diese gilt es zu erhalten und zu fördern!“ so die Kritik des Eichsfelder Juso-Delegierten weiter.