Jusos begrüßen Forderung nach solidarisch finanziertem Azubi-Ticket

Soziales

Die Jusos Eichsfeld begrüßen die Forderungen von DGB-Vize Sandro Witt nach einer landesweiten Einführung eines Azubi-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr.

Ricardo Lerch, Sprecher der Jusos Eichsfeld, erklärt dazu: „Nach dem Berufsausbildungsgesetz müssen die Azubis die Fahrtkosten zum Betrieb und zur Berufsschule selbst tragen. Dies stellt angesichts oft niedriger Ausbildungsvergütungen eine große finanzielle Belastung dar. Mit einem solchen Azubi-Ticket gewinnt nicht nur der Ausbildungsstandort Thüringen enorm an Attraktivität, sondern die Auszubildenden werden damit auch entlastet.“

Insbesondere die Auszubildenden des Landkreises Eichsfeld würden von einer solchen Regelung profitieren. Die IHK Erfurt habe unlängst erklärt, dass die bislang angebotenen Azubi-Tickets nur auf der Ost-West-Achse Thüringens, auf der Nord-Süd-Achse hingegen gar nicht funktionieren. „Ein solidarisch finanziertes Auszubildendenticket, wie es der DGB vorschlägt würde dieses Gefälle zwischen der Thüringer Städtekette und dem Rest Thüringens überwinden.“ so Ricardo Lerch.

Weiterhin sei das Auszubildendenticket ein Beitrag für die gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichem Leben. „Studierende können schon seit langem mit ihrem Semesterticket schnell und kostengünstig, thüringenweit Attraktionen und Freizeitangebote wahrnehmen. Wir sehen keinen Grund, warum diese Möglichkeit den Azubis länger verwehrt bleiben sollte.“ so Lerch abschließend.