Rechtsextremer Stimmungsmache keinen Raum geben

Antifa

Angesichts der Debatte um die Einrichtung eines Flüchtlingsheims in Heilbad Heiligenstadt, fordern die Jusos die Verantwortlichen in Land, Kreis und Stadt auf, schnellstmöglich Transparenz herzustellen.

Die unklare Informationslage sei ein gefundenes Fressen für Rechtsradikale, die schon damit begonnen hätten, gezielt falsche Informationen zu streuen, Ressentiments zu schüren und damit die Menschen zu verunsichern. „Die zuständigen Behörden sind gut beraten den Rechten in der Sache nicht das Feld zu überlassen.“ erklärt Ricardo Lerch von den Jusos.

„Es muss vor allem deutlich gemacht werden, dass dort kein Sträflingstransport kommt, sondern Kriegsflüchtlinge, die in ihrer Heimat von Tod und Elend bedroht sind und die genauso zur Flucht gezwungen sind, wie diejenigen die wegen politischer Verfolgung während des zweiten Weltkrieges aus Deutschland fliehen mussten.“ stellt Lerch klar. „Diese Menschen aus Syrien haben es verdient, dass wir ihnen Zuflucht gewähren. Das ist unsere historische Verantwortung und vor allem im Sinne christlicher Nächstenliebe.“

Das Vorgehen der Rechtsextremen zeige weiterhin, dass die NPD offenbar mit diesem Thema in den Kommunalwahlkampf im Jahr 2014 ziehen wolle. „Wir warnen eindringlich vor den möglichen Folgen dieser menschenfeindlichen Propaganda von rechts. Ein aufgewiegelter Mob, wie beispielsweise im thüringischen Greiz, der mit menschenfeindlichen und rassistischen Parolen gegen Kriegsflüchtlinge Stimmung macht, wäre ein fatales Zeichen für die Kur- und Tourismusstadt Heiligenstadt und für das Eichsfeld.“ so Lerch abschließend.